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"BundestagsJungFernrede"


Bei einem meiner gelegentlichen Spaziergänge durch das Netz bin ich Anfang April auf die Newsgroup cl.maenner.diskussion aufmerksam geworden. Unter anderem erregten die Beiträge der Bundestagsabgeordneten Christina Schenk, zur Sorge/Umgangrechtsdiskussion in dieser virtuellen Diskussionsrunde mein näheres Interesse. Obwohl die dort gemachten Aussagen schon für sich alleine sprechen, mußte ich meinen Hang zu satirischen Situationen nachgeben und aus den vielen und manchmal auch sich widersprechenden Zitaten eine neue "Bundestagsrede" zum Thema Umgang/Sorgerecht entstehen lassen, um auch zu dokumentieren, wie verantwortungsvoll, kompetent, ausgewogen und ohne Polemik einige unserer VolksvertreterInnen mit den Problemen der von Trennung betroffenen Kinder und Eltern umzugehen wissen. Zumal diese nur am Kindeswohle orientierten Meinungen oft auch in anderen Institutionen und im öffentlichen Leben anzutreffen sind. Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen, "Rot", die Farbe der Liebe, wird hier nur zur Kennzeichnung von Zitaten genutzt.
Die restlichen schwarzen Textfragmente fügten sich wie rein zufällig dazu.

From: ralfo@cs.tu-berlin.de (Ralf)
Newsgroups: cl.maenner.diskussion
Subject: Re: 1.RfD: de.soc.vaeter
Date: 13 Apr 1996 19:46:04 GMT
Organization: private

Hi allerseits,

auch wenn alles schon gesagt ist, möchte ich mich noch mal vorstellen. Mein Name ist Christina Schenk, und ich bin BdM äh MdB und weil ich viel Email lesen und schreiben kann, kann es für mich kein Widerspruch sein, daß 'etwa 90% der Väter sind mit der Sorgerechtsregelung zufrieden, ' und ' das trifft auch fuer die Faelle alleiniges Sorgerecht+Umgangsrecht zu! ' und ' glücklicherweise kriegen es ja auch etwa 90% ohne Probleme auf die Reihe.' und der Tatsache, daß ' etwa ein Jahr nach der Scheidung zahlen gegenwaertig ca. 50% der Vaeter kein Unterhalt fuer das Kind mehr bzw. tun dies nicht regelmaessig oder nicht in der festgelegten Hoehe. Etwa 70% nehmen ihr Umgangsrecht nach ca. 1 jahr nicht mehr oder nur noch sporadisch wahr, in solchen faellen findet ein "herausschleichen" aus der Beziehung zum Kind statt. '
' Es kann nicht angehen, daß für die Paar eine Lösung gefunden wird, und dabei 98% und mehr zu einer verfahrensweise gezwungen werden, die sie nicht wollen! '
' Da das ein Ergenis anonymer' und geheimer ' Befragungen ist, besteht kein Grund, es anzuzweifeln.'
Da uns unsere Parteistatuten verpflichten, Minderheiten zu schützen, darf es darüber kein Zweifel geben, daß die verscwindende Minderheit von Müttern (vieleicht ca 0.50%), die den Kontakt des Kindes zum anderen Elternteil nicht zulassen, unserer Solidarität sicher seien können.
Während die Minderheit der Väter, die überhaupt erziehungsfähig sind (ca 0.701%), ' ein Ergebnis anonymer Befragungen ' wohl eher einen Loyalitätskonflikt heraufbeschwören und außerdem ' Ausnahmen bestaetigen nur die Regel und koennen nicht Massstab fuer die Gesetzgebung sein.'
' Ich selbst komme, wie schon gesagt, aus einer geschiedenen Ehe.' Meine Sozialisation verlief recht unproblematisch und normal, ich bin eine geborene GutMenschin oder besser ausgedrückt GutFrau und kein bischen männerfeindlich, eher frauenfreundlich und ' es wäre für mich besser gewesen, ' wenn ich nicht jedes Jahr für drei Wochen von meiner Mutter und ihrer Familie getrennt worden wäre, um 350 km weit weg zum Vater geschickt zu werden, der mir inzwischen völlig fremd geworden war.
Inzwischen gibt es auch in der Literatur Hinweise, daß das nicht nur im Einzelfall so ist.
'
Aber eines ist klar: 'Frauen schaffen das nämlich, was die Männer in der Regel nicht fertigbringen: Beruf mit Kinderbetreuung verbinden! '
' Naehme man es mit diesem Paragrafen genau, muesste den meisten Ehemaennern das gemeinsame Sorgerecht noch waehrend der Ehe entzogen werden.
' und ' die Kommunikation mit männlich sozialisierten Menschen ist zuweilen außerordentlich langweilig .'
' Eine der Merkwürdigkeiten dieser Debatte ' ist, das es ' einer extremen Minderheit gelungen ist, die Debatte insofern von den Füßen auf den Kopf zu stellen, daß es fast nur noch um die Wenigen geht, die sich ungerecht behandelt fühlen und die Geld genug haben. '
Ich selbst muß mich übrigens mit Diät begnügen.
' Wer Tag ein Tag aus das Kind betreut, sollte auch die alleinige Entscheidungsbefugnis haben. das ist so trivial, dass ich mich schon wundere, mit welcher frechheit das von einigen Kreisen Infrage gestellt wird.'
Anstatt in gewissen patriarchalen Grüppchen rumzuhängen, um sich auzuheulen oder gewaltätige Diskussionen anzuheizen oder sich ' dann einmischt, wenn er die Plaene desjenigen, der mit dem Kind lebt, durchkreuzen, ' sollten die Väter sich endlich mal ihr ganzes Leben lang zurückziehen, büßen und mal überlegen , was für eine Scheiße sie gebaut haben.
' Im übrigen: für viele Kinder wäre ein zwar harter, aber dafür kurzer Schnitt besser, '
Da es in erster Linie bei unserer Diskussion um das Wohl des Kindes geht, darf es nicht einfach sein, daß ' beim gem. Sorgerecht die Rechte desjenigen eingeschränkt, bei dem das Kind lebt, also idr der Mutter. '
' Aber es geht ja in der Sorgerechtsdebatte auch nicht um Kinder. wer das glaubt, hat die Diskussion entweder nicht verfolgt, oder kann/will die Realitäten nicht sehen. '
' Ich werde daher auch demnächst meine Teilnahme hier einstellen. '

Grüße dennoch Christina

Schenk MdB, Bundeshaus, 53113 Bonn; fon: 0228/168 3682, fax: 0228/168 6972


ring ))))
ring ))))
Bitte den Hörer nicht abheben !


From: C.SCHENK@PDSLL.zerberus.de (Christina Schenk, MdB)

Hi alleseits, "Ralph" hat hier, offenbar aus Wut oder Enttäuschung, in der Debatte nix sinnvolles beisteuern zu können, unter mißbräuchlicher Nutzung einer meiner mails den nachfolgenden Scheiß produziert:

> Hi allerseits

> auch wenn alles schon gesagt ist möchte ich mich noch mal vorstellen.
> Mein Name ist Christina Schenk und ich bin BdM äh MdB und weil ich
> viel Email lesen und schreiben kann, kann es für mich kein Widerspruch....

Immerhin hat "Ralph" mir diesen Text per fax zugesandt - seinen Namen darunter zu schreiben, war er zu feige. Ich kanns schon irgendwie verstehen - wenn man nicht genug in der Birne hat, kommt es halt in gewissen Situationen zur Absonderung unqualifizierten Mülls.

Jetzt bin ich ja mal auf die Reaktionen der hier versammelten Männer gespannt...

Christina

Schenk MdB, Bundeshaus, 53113 Bonn; fon: 0228/168 3682, fax: 0228/168 6972


Die Reaktionen einiger virtueller Männer


From: ***********.de (Peter ********)

8<O(( nickx kappitto :-((

Was war hier los?

Aber ehrlich: Der Mist ist so bescheuert und hinterfuzzig, daß man(n) ihn nicht mal kommentieren sollte!


From: ************.de (Hans ********)

Das sind Nazimethoden, nichts anderes. Ekelig, widerlich, abstossend. Dass sie jetzt am Ende dieser Dispute um Maennergewalt, Sorgerecht, Abtreibung hier auftauchen, auftauchen mussten, war abzusehen. Ich haette sie frueher erwartet

CS>Jetzt bin ich ja mal auf die Reaktionen der hier
CS>versammelten Maenner . . .

Ja? Glaub ich nicht.

Hans


From: *************.de (™********** Matth*******)

************* Dresden Dresden, den 16.04.96 Matthias **************

UnserE Mail-FreundIn C.SCHENK prustete am So, 14.04.96, in dieses Brett.

LiebeR Christina, und Ihr anderen auch,

CS>Hi alleseits,
CS>"Ralph" hat hier, offenbar aus Wut oder Enttaeuschung, in der Debatte nix
CS>sinnvolles sehr wahrscheinlich.beisteuern zu koennen, unter missbraeuchlicher Nutzung einer
CS>meiner mails den nachfolgenden Scheiss produziert:

nur zur Erinnerung, viel Bruehe geloescht.

CS>Immerhin hat "Ralph" mir diesen Text per fax zugesandt - seinen Namen
CS>darunter zu schreiben, war er zu feige. Ich kanns schon irgendwie

Das spricht ja schon fuer sich. Ich finds aber stark, dass Du das hier thematisierst. Anmach-Mails einer anderen Art, und ich vermute, dass es kaum Herren gibt, die sich mit so 'nem Zeug herumaergern muessen. - und stand nicht in irgendeiner netty ketty, dass wortweises Grossschreiben als SCHREIEN empfunden wird? Also, ich moecht jetzt SCHREIEN, Ihr bloeden Ralphs oder hinter was fuer Namen Ihr Euch sonst noch versteckt, lasst diesen Mist sein und kommt den eigentlichen Wurzeln Eures Frusts auf die Spur! (Vielleicht findet sich hier sogar der ein oder andere liebe Vati, der Euch dabei hilft.)

Dennoch liebe Gruesse
Matthias


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jurij & ralfo Juli 96