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 Betreff des Beitrags: Sozialangst durch Familienzerstörung
BeitragVerfasst: Fr Feb 25, 2005 17:11:05 
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Registriert: Sa Jul 26, 2003 13:37:11
Beiträge: 6170
Wohnort: Süddeutschland
Ausschnitte aus http://de.news.yahoo.com/050225/295/4fnft.html:

Jeder zwölfte Erwachsene leidet unter Sozialangst

Die Zahl der Menschen, die unter der so genannten "Sozialangst" leidet, steigt zunehmend. Bereits acht Prozent der Erwachsenen, insbesondere Frauen, sind davon betroffen. Auch bei Kindern ist diese psychische Störung beobachtbar, geben führende italienische Psychologen am derzeit stattfinden Psychopathologiekongress der Società Italiana di Psicopatologia http://www.sopsi.it/congres/2005/ind.htm bekannt. Die Experten sehen diese Entwicklung als Antwort auf die Auswirkungen der derzeit herrschenden "Speed-Gesellschaft" [...]

Krankhafte Sozialangst hat ihre Wurzeln schon in der Kindheit, erklären die Experten. Kinder, die systematisch die sozialen Kontakte zu anderen Kindern meiden, sich zurückziehen und auch in der Schule schüchtern sind, können im Laufe der Jahre dieses Verhalten soweit verschlimmern, dass daraus schwere Depressionen und psychische Störungen entstehen können. Der Kern des Problems ist in der Beziehung zwischen Eltern und Kindern zu suchen. "Die traditionelle Familie existiert nicht mehr, denn neue familiäre Strukturen haben sich entwickelt. Heute wechseln familiäre Bezugssysteme mit großer Geschwindigkeit durchschnittlich alle vier bis fünf Jahre. Im Gegensatz dazu dauerten sie noch in den 70igern durchschnittlich 25 Jahre. Die fehlende Stabilität macht den Kindern Angst und ist eine praktisch vorexerzierte Bindungsproblematik ", erklärt Pallanti.

Mit der Mutation der sozialen und familiären Strukturen steigt die Zahl der "schwierigen" Kinder, denn eines von zehn Vorschulkindern zeigt schwere Verhaltensstörungen auf, so die Experten. "In den meisten Fällen können wir kognitive oder pathologisch-organische Entwicklungsstörungen als Ursache ausschließen. Vielmehr zeigt sich bei den Kindern eine steigende Tendenz für Wutausbrüche, Ungehorsam und Widerstand. Das Ziel der Psychiatrie wird es zukünftig sein, die Bedingungen für eine "neue Normalität" zu schaffen", resümiert Pallanti.


Was da so höflich mit "neuen familiären Strukturen" umschrieben wird oder "Mutation der familiären Strukturen", kennen wir Trennungsväter sehr genau. Nicht nur in obigem Artikel wird der Begriff "Vater" einfach ausgeblendet, obwohl das Problem genau darauf fusst. Den Vater als Bezugsperson des Kindes radikal entmachten und zum Teufel jagen, Alleinerziehende mit garantiertem Opferstatus zu spielen oder sich mit Unterhalt und neuem Lover ab und zu eine Patchwork-Familie zu gönnen ist zur akzeptierten Normalität der Kindbesitzerinnen geworden. Es scheint so, dass jenseits aller modernen Familienversatzstücke ein Biologismus existiert, der sich eben nicht ausmerzen lässt, schon gar nicht durch den übertönenden Egoismus der "modernen" Mütter. Die Folgen sind sichtbar - allerdings mit 20 Jahren Verzögerung.

Bei diesen Artikeln kommt mir immer der Gedanke, dass eine ganze Reihe Väter ohne Kontakt zu ihren Kindern vielleicht besser dran sind, wenn sich die Kinder nie wieder melden. Der Frust, das eigene Kind als rettungslos sozialgestörten und kranken Erwachsenen zu sehen, nichts mehr dagegen tun zu können macht möglicherweise alles nur noch schlimmer.

_________________
Trennungsfaq für Väter


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialangst durch Familienzerstörung
BeitragVerfasst: Fr Feb 25, 2005 18:41:45 
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Registriert: Di Mär 04, 2003 19:05:07
Beiträge: 2686
Wohnort: ja
Stueck hat geschrieben:
Ausschnitte aus http://de.news.yahoo.com/050225/295/4fnft.html:
...
Mit der Mutation der sozialen und familiären Strukturen steigt die Zahl der "schwierigen" Kinder, denn eines von zehn Vorschulkindern zeigt schwere Verhaltensstörungen auf, so die Experten. "In den meisten Fällen können wir kognitive oder pathologisch-organische Entwicklungsstörungen als Ursache ausschließen. Vielmehr zeigt sich bei den Kindern eine steigende Tendenz für Wutausbrüche, Ungehorsam und Widerstand. Das Ziel der Psychiatrie wird es zukünftig sein, die Bedingungen für eine "neue Normalität" zu schaffen", resümiert Pallanti.


Was da so höflich mit "neuen familiären Strukturen" umschrieben wird oder "Mutation der familiären Strukturen", kennen wir Trennungsväter sehr genau. Nicht nur in obigem Artikel wird der Begriff "Vater" einfach ausgeblendet, obwohl das Problem genau darauf fusst. Den Vater als Bezugsperson des Kindes radikal entmachten und zum Teufel jagen, Alleinerziehende mit garantiertem Opferstatus zu spielen oder sich mit Unterhalt und neuem Lover ab und zu eine Patchwork-Familie zu gönnen ist zur akzeptierten Normalität der Kindbesitzerinnen geworden.

Was meint der gute Mann nur mit dem von mir hervorgehobenen Satz? Alle Trennungskinder vorsichtshalber in eine (vom bösen entsorgten Vater zu bezahlende) Therapie stecken? Oder Vorbereitungskurse, damit die Kids auf die eigentliche Trennung besser vorbereitet sind?

Gruß
MI


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialangst durch Familienzerstörung
BeitragVerfasst: Fr Feb 25, 2005 19:04:38 
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Registriert: So Jan 12, 2003 18:37:10
Beiträge: 2918
MI hat geschrieben:
Stueck hat geschrieben:
Ausschnitte aus http://de.news.yahoo.com/050225/295/4fnft.html: Das Ziel der Psychiatrie wird es zukünftig sein, die Bedingungen für eine "neue Normalität" zu schaffen", resümiert Pallanti.

Was meint der gute Mann nur mit dem von mir hervorgehobenen Satz?


Er meint damit, dass die psychiatrische Beeinflussung, Kontrolle, Therapie künftig so häufig und "normal" wie Arztbesuche sein sollen und der Gesamtzustand dann die "neue Normalität" ist.
Orwell lässt grüssen....

Mindcontrol/Minddesign: Ein großes Zukunftsgeschäft.
Den Psychiatern läuft schon das Wasser im Munde zusammen.

Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialangst durch Familienzerstörung
BeitragVerfasst: Sa Feb 26, 2005 08:57:54 
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Registriert: So Dez 01, 2002 04:19:00
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Stueck hat geschrieben:
Die fehlende Stabilität macht den Kindern Angst und ist eine praktisch vorexerzierte Bindungsproblematik " erklärt Pallanti.... Das Ziel der Psychiatrie wird es zukünftig sein, die Bedingungen für eine "neue Normalität" zu schaffen", resümiert Pallanti.


Die "Soziophobie", Bindungsangst usw. der Scheidungskinder ist nichts neues! Dazu brauchen wir die Italiener nicht; auch wenn es (wieder mal?) zeigen mag, daß diese die Werte um die "Familie" eher erkennen und dazu stehen.
Der hiesigen Interpretation der benannten "neue Normalität" möchte ich mich nicht anschließen. Aus der Mutter-Vater-Kind-Triade kommen wir nicht raus, auch wenn dies noch so gewünscht wird. Deutschen Ärzten/ Psychiatern muß ich immer wieder vorwerfen, daß sie keine öffentliche Stellung zur Ursache der Kindernot beziehen! Obwohl es jeder weiß!

Stueck hat geschrieben:
Bei diesen Artikeln kommt mir immer der Gedanke, dass eine ganze Reihe Väter ohne Kontakt zu ihren Kindern vielleicht besser dran sind, wenn sich die Kinder nie wieder melden. Der Frust, das eigene Kind als rettungslos sozialgestörten und kranken Erwachsenen zu sehen, nichts mehr dagegen tun zu können macht möglicherweise alles nur noch schlimmer.


Das blieb mir im Halse stecken! Und da wird sich auch kaum Einer trauen, dies zu kommentieren.
Ich tue dies.

Ich hatte den "Kampf" um die Kinder nach erfolglosen Versuchen und am Nullpunkt an eigener Gesundheit und Vermögen aufgegeben. Und - auch auf die Tips hier - darauf gehofft, daß ich mit dem Kind nach Volljährigkeit wieder in Kontakt treten könne.

Dies habe ich nun getan. Geburtstag Kind 21.01.2005. Sehr einfühlsam, wie ich meine.
Meine ersten beiden Briefe (Einschreiben mit Rückschein) kamen zurück.

Die PAS-These scheint also zuzutreffen: ein manipuliertes Kind/ junger Erwachsener, der garnicht anders KANN. Wenn die Briefe nicht - gesetzeswidrig - dem Empfänger vorenthalten wurden.

Trotzdem bleibe ich bei meiner These, daß "Loslassen" in gewissen Situationen die einzige vernünftige Möglichkeit ist. Weil nur so "Überlebende" bleiben. Wenn die dann nicht mehr wollen oder können, ist dies verständlich. Unter LEBENDEN haben Intelligente und Suchende allerdings immer eine Chance... Wenn nicht, dann nicht.
Der Verlust des Kindes ist besser als der eigene Tod. Wenn ein solches Kind sich wohlfühlt - wie ja oft behauptet - weil "in Ruhe gelassen", dann sei's zu Lasten der Befürworter dessen.

Ich werde dran bleiben und berichten, wenn's jemanden interessiert.

Gruß, Horst


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialangst durch Familienzerstörung
BeitragVerfasst: Sa Feb 26, 2005 10:06:08 
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Registriert: Mo Mai 12, 2003 06:56:43
Beiträge: 1177
Wohnort: Berlin
Horst hat geschrieben:
Ich werde dran bleiben und berichten, wenn's jemanden interessiert.

Klar interessiert das!

http://www.pappa.com/recht/EuGH-MR-Rech ... tm#Elsholz

Nachspiel zum Fall Elsholz: Nach dem Urteil (des Europäischen Gerichtshofs) ging das übliche Spiel wieder los – Antrag beim Amtsgericht (Familiengericht), Einholung Stellungnahme Jugendamt, Mutter sagt: "Der Junge will nicht" ... usw. usf. Bis zur Volljährigkeit des Sohne hätte man das locker geschafft hinzuziehen. Dann las Mutter Elsholz im Februar 2002 einen Artikel im Spiegel: "Dein Vater ist unser Feind" - Wie der heute 23-jährige Markus Molnar die Scheidung seiner Eltern erlebt hat ... (siehe Text hier unten)
... und wollte nicht, dass ihr Sohn eines Tages ähnlich empfinden wird. Sie griff zum Telefonhörer, rief den Vater an. Seitdem sehen Vater und Sohn sich regelmäßig ... ;-) – Die Gerichte und Jugendämter haben mit diesem Vorgang schlicht gar nichts zu tun ...

###

DER SPIEGEL 9/2002 - 25. Februar 2002 Titel "Dein Vater ist unser Feind"
Wie der heute 23-jährige Markus Molnár die Scheidung seiner Eltern erlebt hat

Die Eltern trennten sich, als Markus Molnár acht Jahre alt war. "Papa schläft jetzt im Büro", verkündete die Mutter. Molnár, heute 23, war zunächst erleichtert. Zuletzt war er vor den hässlichen Szenen zu Hause bis auf die Straße geflüchtet, ein Kuscheltier im Arm. Bald nach der Trennung zog die Mutter mit einem neuen Lebensgefährten zusammen. In der neuen Wohnung, so Molnár, begann "ein Bandenkrieg. Nach dem Motto: ,Dein Vater ist unser Feind, und du bist unser Maskottchen'".

Über Nacht wurde der Stiefvater zum Chef im Ring und machte Molnár und dessen jüngerem Bruder auch mit Schlägen klar, dass sie zu parieren hatten. "Wir waren wie Leibeigene, an denen sämtlicher Frust auch physisch abreagiert wurde." Molnár, der seinen Vater zunächst regelmäßig traf, begriff bald, dass seine Mutter ihren früheren Mann regelrecht hasste. Wann immer von ihm die Rede war, sagte sie, sie lehne jeden weiteren Kontakt ab. Molnár spürte ihre Aversion. Als die Eltern sich schließlich scheiden ließen, "war mein Vater zwar immer noch mein Vater, den ich lieb hatte, aber meine Familie, das waren nun mein Bruder, meine Mutter, mein Stiefvater und ich", erinnert sich Molnár.

Alle zwei Wochen sah er seinen Vater einen Samstag lang. Vor, während und nach den Terminen durchlebte der Junge Qualen. Er sollte den Vater belauern und dann zu Hause berichten, er sollte ihn zu mehr Unterhaltszahlungen ermahnen. Ein egoistischer Frauenheld, ein Geizkragen sei der Mann, stänkerte der Stiefvater: "Markus, der fährt Mercedes, und du läufst mit Flicken auf den Hosen herum."

Im Rückblick analysiert Molnár: "Mein Stiefvater hat die Rolle übernommen, mich und meinen Bruder gegen unseren Vater aufzuhetzen. Meine Mutter verhielt sich wie ein verängstigtes Kaninchen." Manchmal saß sie zu Hause, schaukelte wie ein hospitalisiertes Kind hin und zurück und starrte auf den Boden. Das machte den Stiefvater rasend: "Merkst du jetzt, wie dieser Mann unsere Familie kaputt macht? Vielleicht begreifst du endlich, wie deine Mutter leidet."

Der Vater kam zu verabredeten Zeiten, um die Kinder abzuholen: Manchmal stand er am Gartenzaun, klingelte, und niemand machte auf. Alle beobachteten hinter den Gardinen, wie er vergebens wartete. Molnár: "Mein Stiefvater fand das amüsant, und wir Kinder haben damals mitgelacht. Mein Vater ging zum Autotelefon, rief an, und niemand nahm ab. Schließlich fuhr er wieder weg."

Bald war der innere Zwiespalt zu groß, und Molnár begann, seinen Vater zu hassen. "Mir war ja ständig bewusst, ich darf ihn nicht lieb haben." Auf die Treffen mit dem Vater reagierte er mit Bauchschmerzen. "Ich hatte Angst und das Gefühl, mich übergeben zu müssen. Dauernd war dieser Druck da, was erwartet ihr von mir? Ich kann das nicht. Wie soll ich bloß die Familie beschützen vor meinem eigenen Vater?" Er hätte ihn trotzdem gern weiterhin gesehen, aber er ertrug es nicht mehr. In einem Brief bat er ihn: "Lass mich bitte in Ruhe." Molnár war damals zehn Jahre alt.

Zwölf Jahre lang schickte er die unzähligen Briefe des Vaters ungeöffnet zurück. Bei Anrufen legte er sofort den Hörer auf. Im Herbst 2000 - Molnár studierte inzwischen Wirtschaftspädagogik - rief ihn der Vater unerwartet im Studentenwohnheim an. Der Sohn reagierte kühl: "Ich brauche dich nicht, begreif das ein für alle Mal." "Ich kann dich verstehen", antwortete sein Vater vorsichtig, "aber du hast ein Anrecht auf mich." Darauf bitter der Sohn: "Ich habe ein Anrecht auf dich? Ich habe die Hölle auf Erden mitgemacht." Vier Stunden dauerte das Gespräch - "danach fühlte ich mich unsterblich".

Wenige Wochen später traf er sich mit dem Vater. Über seine Mutter sagt er: "Ich liebe sie, daran ändert sich doch nichts. Aber mich enttäuscht furchtbar, dass sie nie den Sprung geschafft hat zu einer vernünftigen Elternverantwortung." Molnár hat zwar den Kontakt zur Mutter radikal abgebrochen. Die Hoffnung aber bleibt: "Ich bin sicher, dass sie eines Tages so stark ist, dass wir zu viert an einem Tisch sitzen können."


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa Feb 26, 2005 11:02:42 
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Registriert: Mi Feb 11, 2004 20:37:01
Beiträge: 60
Durch staatlich organisierte Familienzerstörung abgestürzte und abgezockte Vater (zorro)
"Loslassen" in gewissen Situationen die einzige vernünftige Möglichkeit ist. Weil nur so "Überlebende" bleiben. (Horst)
Hochachtungsvoll
kery


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialangst durch Familienzerstörung
BeitragVerfasst: Sa Feb 26, 2005 12:28:11 
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Registriert: So Jan 12, 2003 18:37:10
Beiträge: 2918
Horst hat geschrieben:
Aus der Mutter-Vater-Kind-Triade kommen wir nicht raus, auch wenn dies noch so gewünscht wird.


Es gibt bereits die ersten Kinder, die genetisch 2 Mütter haben, eine zu 99% und eine zu 1 % ..waren, glaube ich die Zahlen...und zwar dann, wenn bei in vitro der Eikern in andere Eizelle transferiert wird. (Weil die Mitochondrien auch bei der Vererbung mitspielen.)
In dem Moment, wo das Gendesign zur Realität wird, wie jetzt schon bei Bakterien, gibt es überhaupt keine "biologische Verwandtschaft" im eigentlichen Sinne mehr.
Durch die zunehmende "Fremdbetreuung" (Krippe, Kindergarten, Ganztagsschule) wird desweiteren das "soziale" Familienleben zur Marginalie.
Es ist doch nicht mehr soweit bis dahin.

Horst hat geschrieben:
Deutschen Ärzten/ Psychiatern muß ich immer wieder vorwerfen, daß sie keine öffentliche Stellung zur Ursache der Kindernot beziehen! Obwohl es jeder weiß!


Sie werden dann gemobbt...es geht doch auch um ihr Einkommen....

Horst hat geschrieben:
Stueck hat geschrieben:
Bei diesen Artikeln kommt mir immer der Gedanke, dass eine ganze Reihe Väter ohne Kontakt zu ihren Kindern vielleicht besser dran sind, wenn sich die Kinder nie wieder melden. Der Frust, das eigene Kind als rettungslos sozialgestörten und kranken Erwachsenen zu sehen, nichts mehr dagegen tun zu können macht möglicherweise alles nur noch schlimmer.


Das blieb mir im Halse stecken! Und da wird sich auch kaum Einer trauen, dies zu kommentieren.
Ich tue dies.

Ich hatte den "Kampf" um die Kinder nach erfolglosen Versuchen und am Nullpunkt an eigener Gesundheit und Vermögen aufgegeben. Und - auch auf die Tips hier - darauf gehofft, daß ich mit dem Kind nach Volljährigkeit wieder in Kontakt treten könne.

Dies habe ich nun getan. Geburtstag Kind 21.01.2005. Sehr einfühlsam, wie ich meine.
Meine ersten beiden Briefe (Einschreiben mit Rückschein) kamen zurück.

Die PAS-These scheint also zuzutreffen: ein manipuliertes Kind/ junger Erwachsener, der garnicht anders KANN. Wenn die Briefe nicht - gesetzeswidrig - dem Empfänger vorenthalten wurden.


Ich weiss Horst, wie verdammt weh das tut...dennoch und darum zwei hoffentlich nicht allzu klugscheisserisch anmutende Bemerkungen:
1) Warum in allerherrgottsnamen hast du einen Brief an deine Kinder mit Einschreiben geschickt? Wie sollen sie denn "Einfühlsames"(?) vermuten, wenn schon die Zustellungsart die gegenteilige Botschaft beinhaltet?
2) Ich glaube nicht, dass in dieser Situation Briefe "einfühlsam" sein sollten.

Horst hat geschrieben:
Trotzdem bleibe ich bei meiner These, daß "Loslassen" in gewissen Situationen die einzige vernünftige Möglichkeit ist.


Von aussen betrachtet...und im Nachhinein, wenn man "losgelassen" hat.
Mit Absicht "kann" das indessen niemand, vor allem nicht in der Stimmung "vernünftigen" Überlegens. Dies ist ein Widerspruch in sich selbst.
Auch du "konntest" natürlich nicht loslassen..sondern nur eine gewisse Zeit "Pause" machen.


Horst hat geschrieben:
Weil nur so "Überlebende" bleiben. Wenn die dann nicht mehr wollen oder können, ist dies verständlich. Unter LEBENDEN haben Intelligente und Suchende allerdings immer eine Chance... Wenn nicht, dann nicht.
Der Verlust des Kindes ist besser als der eigene Tod. Wenn ein solches Kind sich wohlfühlt - wie ja oft behauptet - weil "in Ruhe gelassen", dann sei's zu Lasten der Befürworter dessen.

Ich werde dran bleiben und berichten, wenn's jemanden interessiert.


Natürlich interessiert es.
Die heutige Welt ist "seelenarm"...die innere Welt ist leer...
Und dies hängt engstens zusammen mit "wissenschaftlichem Denken" ("PAS"), "rechtlichem Denken" in der Art von Paragraphenphysik und dem unheilvollen falschen Glauben "Leiden" sei schlecht: "Opfer" sein, "Überlebender"...
Tatsächlich ist aber Leiden der Beweis von Leben und Liebe...und diejenigen, die nicht leiden, sind die Toten.

Gruß

Andreas

P.S.
Darum beinhaltet "Psychiatrie" einen Widerspruch in sich selbst, sie macht vielleicht "funktionsfähig", doch ist dies gerade das Gegenteil von "Heilung". Einige Psychiater sind selbst zu diesem Schluss gekommen, z.B. Jaspers.
Auch das, was ich hier ab und zu vertrete, nämlich die Situation manipulativ in "Ordnung" zu bringen, unterliegt diesem Widerspruch.
"Loslassen" braucht vielleicht den Mut, ein Denken aufzugeben, von dem man selbst glaubt, dass es falsch ist...auch, wenn es die ganze Welt für richtig ausgibt. Rechtfertigen muss man sich da vor keinem Menschen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialangst durch Familienzerstörung
BeitragVerfasst: Sa Feb 26, 2005 12:39:15 
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Registriert: So Jan 12, 2003 18:37:10
Beiträge: 2918
Hallo Horst,
kleiner Zusatz:
Falls deine Kinder eine eigene Wohnung haben:
Eine Postkarte kann z.B. nicht "ungelesen" zurückkommen ;-)

Gruß
Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialangst durch Familienzerstörung
BeitragVerfasst: Sa Feb 26, 2005 13:47:21 
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Registriert: So Dez 01, 2002 04:19:00
Beiträge: 1711
Wohnort: Rhein-Main
Andreas hat geschrieben:
1) Warum in allerherrgottsnamen hast du einen Brief an deine Kinder mit Einschreiben geschickt? Wie sollen sie denn "Einfühlsames"(?) vermuten, wenn schon die Zustellungsart die gegenteilige Botschaft beinhaltet?
2) Ich glaube nicht, dass in dieser Situation Briefe "einfühlsam" sein sollten.


Hallo Andreas,
im Prinzip hast du natürlich völlig recht. Man soll keinen "Sturm" säen, wenn eine zarte (Re-P-)Brise erwünscht ist.
Aber selbstverständlich überlege ich mir meine Schritte. :wink: Nachdem ich hier jahrelang hervorragende Autoren lesen konnte!

Ich hatte vor ca. einem Jahr das Kind (17) angerufen. Nach 10 Sekunden wurde ihm der Hörer aus der Hand gerissen und die Mutter schrie: "Wir wünschen bitte keine Störung mehr. Ist das klar!? Ansonsten wird unser Rechtsanwalt sich auf einen neuen Auftrag freuen." Nach ZEHN Jahren Scheidung. Das Kind war also sieben, als ich es zuletzt sah.

Hier liegt Korrespondenz mit dem JA vor, daß man dort "nichts machen" könne.

Also mußte ich "sicher" und nachweisbar den Kontaktversuch aufnehmen. Weil ein normaler Brief von der Mutter vernichtet worden wäre.

Über Dritte den Kontaktversuch aufnehmen ging nicht, weil die Mutter mit allen früheren Freunden und Verwandten den Kontakt abgebrochen hat. In der Vorstellung, diese würden "nur" mit mir konspirieren.

Dorthin fahren und das Kind "abpassen" ist nicht so meine Sache, weil ich Angst vor der Reaktion des Kindes habe. Geht außerdem auch nicht, weil ich "Bedrohungs-Szenarien" nach "Gewaltschutzgessetz" ausgesetzt wäre. Wenn du dich erinnerst: sie hat während der Gerichtsverhandlungen "Schutz" verlangt vor mir, weil ich "Waffenbesitzer" (Jäger) bin (seit 16. Lebensjahr, allerdings erst von ihr im Scheidungsantrag moniert). Und der "Schutz" wurde ihr stets gewährt mit ZWEI Schutzbeamten (die mich seltsamerweise NIEMALS durchsucht haben). Der Richter hat mir das hinterher erklärt: er "müsse dem Antrag folgen". - KEIN vernünftiger Mensch kann also von mir erwarten, daß ich mich dem WOHNORT der Mutter, derzeit des Kindes, in diesem Leben nochmal freiwillig nähere!

Selbstverständlich werde ich das "Kind" nur noch eins, zweimal anschreiben und nicht weiter "terrorisieren". Dann geht's - ganz naiv - an's Jugendamt.
Für die harte Tour: Unterhalt einstellen wg. "Verwirkung" und deren Prozesse abwarten bin ich nicht. Weil ich weiß, daß das Kind letztlich immer der Verlierer ist.

Ich plane, die Sache ein bisschen eskalieren zu lassen. Nämlich nach einiger Zeit den vor zehn Jahren titulieren Unterhalt zu zahlen. Und dazu freiwillig einen Scheck per Brief. Und das ganze dann vor Gericht "platzen" zu lassen mit Vorlegung der verschlossenen Briefe, so wie es DM gemacht hat.
Wenn der natürliche Respekt vor dem Vater nicht mehr vorhanden ist, sollen unsere Kinder diesen ruhig per "Recht" wieder lernen. :lol:

Für einen Rat wäre ich dir - und anderen - sehr dankbar.

Gruß, Horst


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialangst durch Familienzerstörung
BeitragVerfasst: Sa Feb 26, 2005 14:03:06 
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Registriert: So Dez 01, 2002 04:19:00
Beiträge: 1711
Wohnort: Rhein-Main
PeterP hat geschrieben:
..."Ich kann dich verstehen", antwortete sein Vater vorsichtig, "aber du hast ein Anrecht auf mich."


DANKE, Peter!
Das hat mir sehr geholfen.

Gruß, Horst


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialangst durch Familienzerstörung
BeitragVerfasst: Sa Feb 26, 2005 15:15:43 
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Registriert: So Jan 12, 2003 18:37:10
Beiträge: 2918
Hallo Horst,
gibt es nicht noch andere Möglichkeiten ausser "Kampf" und "Loslassen"?

Horst hat geschrieben:
Andreas hat geschrieben:
1) Warum in allerherrgottsnamen hast du einen Brief an deine Kinder mit Einschreiben geschickt? Wie sollen sie denn "Einfühlsames"(?) vermuten, wenn schon die Zustellungsart die gegenteilige Botschaft beinhaltet?
2) Ich glaube nicht, dass in dieser Situation Briefe "einfühlsam" sein sollten.


Hallo Andreas,
im Prinzip hast du natürlich völlig recht. Man soll keinen "Sturm" säen, wenn eine zarte (Re-P-)Brise erwünscht ist.
Aber selbstverständlich überlege ich mir meine Schritte. :wink: Nachdem ich hier jahrelang hervorragende Autoren lesen konnte!

Ich hatte vor ca. einem Jahr das Kind (17) angerufen. Nach 10 Sekunden wurde ihm der Hörer aus der Hand gerissen und die Mutter schrie: "Wir wünschen bitte keine Störung mehr. Ist das klar!? Ansonsten wird unser Rechtsanwalt sich auf einen neuen Auftrag freuen." Nach ZEHN Jahren Scheidung. Das Kind war also sieben, als ich es zuletzt sah.


Daraus magst du entnehmen, dass deine Befürchtung, dein Kind würde nicht mit Dir sprechen oder abweisen Unfug ist, s.u.
Wem man das Tel. wegreisst, der will mit dir sprechen.

Horst hat geschrieben:
Hier liegt Korrespondenz mit dem JA vor, daß man dort "nichts machen" könne.

Also mußte ich "sicher" und nachweisbar den Kontaktversuch aufnehmen. Weil ein normaler Brief von der Mutter vernichtet worden wäre.


Was hat es denn bisher gebracht? Du hast das JA gegen dich und alles, was du tust, wird gegen dich ausgelegt...erst recht, wenn's auf Beweisbarkeit angelegt ist. Und was hättest du von einem guten Eindruck vor Gericht? Du siehst doch, was dies bisher gebracht hat.

Horst hat geschrieben:
Über Dritte den Kontaktversuch aufnehmen ging nicht, weil die Mutter mit allen früheren Freunden und Verwandten den Kontakt abgebrochen hat. In der Vorstellung, diese würden "nur" mit mir konspirieren.


Man kann auch mit ihren neuen Bekannten bekannt werden...das Thema Familie sollte dabei weitgehend tabu bleiben. Ich habe z.B. wärend eines Kinobesuchs zufällig Freunde meiner Ex kennengelernt.

Horst hat geschrieben:
Dorthin fahren und das Kind "abpassen" ist nicht so meine Sache, weil ich Angst vor der Reaktion des Kindes habe.


Eine allzuungünstige Reaktion des Kindes ist eher unwahrscheinlich, s.o., aber sowieso egal: Dein Kind kann patzig/abweisend reagieren. Du bist der Vater und kannst auf es zugehen. Eine negative Reaktion ist als Freiheit des Gegenübers zu akzeptieren.
Keine Angst vor der Angst - schau sie tapfer an - wolle die "negative Reaktion" des Kindes und geh.

Horst hat geschrieben:
Geht außerdem auch nicht, weil ich "Bedrohungs-Szenarien" nach "Gewaltschutzgessetz" ausgesetzt wäre. Wenn du dich erinnerst: sie hat während der Gerichtsverhandlungen "Schutz" verlangt vor mir, weil ich "Waffenbesitzer" (Jäger) bin (seit 16. Lebensjahr, allerdings erst von ihr im Scheidungsantrag moniert). Und der "Schutz" wurde ihr stets gewährt mit ZWEI Schutzbeamten (die mich seltsamerweise NIEMALS durchsucht haben). Der Richter hat mir das hinterher erklärt: er "müsse dem Antrag folgen". - KEIN vernünftiger Mensch kann also von mir erwarten, daß ich mich dem WOHNORT der Mutter, derzeit des Kindes, in diesem Leben nochmal freiwillig nähere!

Ach Quatsch...lass sie doch machen. Geh hier 'n bisken Schweijk-mäßig und nicht so verbissen mit um.

Horst hat geschrieben:
Selbstverständlich werde ich das "Kind" nur noch eins, zweimal anschreiben und nicht weiter "terrorisieren". Dann geht's - ganz naiv - an's Jugendamt.


Herrgottsakrament!
Deine Ex hat keinen Bock mehr auf Nerverei, akzeptier das....auch wenn du im Recht bist und sie dich zu Unrecht mit Prozessen überhäuft und finanziell betrogen hat.
Schenk ihr alles im nachhinein und lass nun gut sein.
Vielleicht besser nichts mehr von dieser Art.
Das "Tel-Entreissen" beweist doch, dass du dir um deine Tochter garkeine Sorgen zu machen brauchst.


Horst hat geschrieben:
Für die harte Tour: Unterhalt einstellen wg. "Verwirkung" und deren Prozesse abwarten bin ich nicht. Weil ich weiß, daß das Kind letztlich immer der Verlierer ist.


Wenn du den Mut hättest, Penner zu werden, würde das Kind am meisten gewinnen.

Horst hat geschrieben:
Ich plane, die Sache ein bisschen eskalieren zu lassen. Nämlich nach einiger Zeit den vor zehn Jahren titulieren Unterhalt zu zahlen. Und dazu freiwillig einen Scheck per Brief. Und das ganze dann vor Gericht "platzen" zu lassen mit Vorlegung der verschlossenen Briefe, so wie es DM gemacht hat.
Wenn der natürliche Respekt vor dem Vater nicht mehr vorhanden ist, sollen unsere Kinder diesen ruhig per "Recht" wieder lernen. :lol:

Für einen Rat wäre ich dir - und anderen - sehr dankbar.


ok, diese Nummer ist nicht übel...aber vergiss bitte den Humor nicht ;-)

Schönes Wochenende

Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Sozialangst durch Familienzerstörung
BeitragVerfasst: Sa Feb 26, 2005 18:26:44 
Offline

Registriert: So Jan 12, 2003 18:37:10
Beiträge: 2918
zorro hat geschrieben:
Andreas hat geschrieben:
Er meint damit, dass die psychiatrische Beeinflussung, Kontrolle, Therapie künftig so häufig und "normal" wie Arztbesuche sein sollen und der Gesamtzustand dann die "neue Normalität" ist.
Orwell lässt grüssen....

Mindcontrol/Minddesign: Ein großes Zukunftsgeschäft.
Den Psychiatern läuft schon das Wasser im Munde zusammen.
Andreas


Ritalin, Kid-Stoned, Soma...
http://php3000.de/Kid-Stoned-Werbung.mpg
sooo schön, sooo einfach kann die "neue Normalität", die "schöne neue Welt" sein...


Super!
Wir sind nicht allein....
Frage an Dich: Wie können wir dem Big Brother mal richtig einen in die Fresse hauen?

Gruß
Andreas


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