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 Betreff des Beitrags: Mutter verhindert Urlaub mit Kindern - Schadensersatz !
BeitragVerfasst: Sa Aug 20, 2005 15:17:23 
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Registriert: So Dez 08, 2002 18:00:21
Beiträge: 7111
Ex-Mann hat Recht auf Urlaub mit seinen Kindern
Mutter vereitelt Reise - Gericht verurteilt sie zu Schadensersatz
Verweigert eine allein sorgeberechtigte Mutter dem Vater den Urlaub mit den gemeinsamen Kindern, muß sie dem Mann die Reisekosten ersetzen. Das berichtet die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwalthotline (http://www.anwaltshotline.de) und verweist auf eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main (Az. 1 UF 64/05).
Im konkreten Fall wollte ein Vater den Sommerurlaub mit seinen beiden Töchtern in Dänemark verbringen. Die Mutter hatte nichts dagegen - doch am Tag der Abreise überlegte sie es sich anders und verweigerte den Kindern die Abreise. Der frustrierte Vater wollte den lang geplanten Urlaub nicht allein antreten, stornierte die Reise und verlangte den Reisepreis von seiner Ex-Frau zurück.
Bei den Frankfurter Richtern stieß er damit auf Verständnis und erhielt 50 Prozent der Reisekosten als Schadensersatz zugesprochen. Mehr aber auch nicht - schließlich hätte er die Reise auch allein antreten können. Den Einwand der Mutter, daß die Kinder gar nicht mit dem Vater verreisen wollten, wiesen die Richter zurück: „Sie waren verpflichtet, dem Vater die Reise zu ermöglichen“, rügte das Gericht das Verhalten der Frau. „Denn auch, wenn der Mann nicht sorgeberechtigt ist, hat er doch ein Recht auf Umgang mit seinen Kindern“,

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. . ... . . . . ./¯\
. . . . . . . . /. /
. . . . . /¯`/'. .'/¯\
. . . . ./'/. /. . /. . /./¯\ Femifaschistaat und
. . . . .\. . . . . .. . .. ./ Kinderklaumafia . Take this!


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa Aug 20, 2005 21:38:57 
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Registriert: Do Apr 17, 2003 12:40:44
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Hallo Quixote!
Ein Urteil wie man es brauchen kann. Die verlorene 50% sind relativ egal, vor 5 Jahre hätte das Gericht mit derselben Begründung aber den Antrag insgesamt zurückgewiesen. Der wichtige Satz:
OLG Frankfurt am Main hat geschrieben:
auch, wenn der Mann nicht sorgeberechtigt ist, hat er doch ein Recht auf Umgang mit seinen Kindern“

Und es bewegt sich doch... :)

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Gruß, Rob

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 Betreff des Beitrags: eher ein rueckschritt
BeitragVerfasst: So Aug 21, 2005 11:17:30 
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Registriert: Mi Jun 02, 2004 07:23:43
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hi,
das urteil ist wohl eher ein rueckschritt und ein skandal.
Und bereits vor 5 jahren, sind aehnliche urteile zu 100 % schadensersatz plus zinsen durchgegangen und selbst wenn das Kind die reise nicht antreten wollte (OLG Karlsruhe 5 UF/78/01).

Es gibt ueberhaupt keine rechtfertigung nur 50% zu zahlen, grusel.

gruss rené


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 Betreff des Beitrags: Re: eher ein rueckschritt
BeitragVerfasst: So Aug 21, 2005 13:01:20 
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Registriert: Mo Mai 12, 2003 06:56:43
Beiträge: 1177
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faccin hat geschrieben:
Es gibt ueberhaupt keine rechtfertigung nur 50% zu zahlen, grusel.gruss rené

Da schließ ich mich an ...

Das neue Urteil des OLG Frankfurt findet man hier im Volltext:
http://www.hefam.de/urteile/1UF6405.html


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 Betreff des Beitrags: Re: eher ein rueckschritt
BeitragVerfasst: So Aug 21, 2005 13:04:17 
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Wohnort: Berlin
faccin hat geschrieben:
... bereits vor 5 jahren, sind aehnliche urteile zu 100 % schadensersatz plus zinsen durchgegangen und selbst wenn das Kind die reise nicht antreten wollte (OLG Karlsruhe 5 UF/78/01).

Diese Entscheidung findet man hier:
http://www.pappa.com/recht/urt/OLG_Karl ... F78-01.htm
Hab nur oberflächlich gelesen und glaube aber, dass auch dort nicht 100 % erstattet wurde ...


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 Betreff des Beitrags: doch...100 % uebernommen
BeitragVerfasst: So Aug 21, 2005 18:26:17 
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Beiträge: 8
Wohnort: berlin
hallo,
richtig ist, dass der gesamtforderung des vaters nicht entsprochen wurde, meiner meinung zu recht.
Er hatte fuer die anfahrt zur mutter 1,40 DM pro Km Schadensersatz gefordert. Das Gericht sah dies als ueberhoeht an und hat hier 0.52 Dm/Km stattgegeben. Ansonsten wurde 100% die kosten der nicht stattgefunden fahrt uebernommen, plus Zinsen.

gruss rené


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 Betreff des Beitrags: Re: eher ein rueckschritt
BeitragVerfasst: So Aug 21, 2005 23:57:12 
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Registriert: Do Apr 17, 2003 12:40:44
Beiträge: 271
Wohnort: Im wunderschönen Rheinhessen
faccin hat geschrieben:
hi,
das urteil ist wohl eher ein rueckschritt und ein skandal.
Und bereits vor 5 jahren, sind aehnliche urteile zu 100 % schadensersatz plus zinsen durchgegangen und selbst wenn das Kind die reise nicht antreten wollte (OLG Karlsruhe 5 UF/78/01).


Dieses Urteil kannte ich nicht. Und wahrscheinlich kannte es auch der Anwalt des betreffenden Vaters nicht, sonst wäre vielleicht ddoch etwas anderes dabei herausgekommen. Dem Satz des OLG-Frankfurt, der Vater hätte ja mit seiner Ehefrau und ohne Kinder in Urlaub fahren können, ist tatsächlich etwas realitätsfern.

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Gruß, Rob

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 Betreff des Beitrags: Re: eher ein rueckschritt
BeitragVerfasst: Mo Aug 22, 2005 06:19:15 
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Beiträge: 2918
Hallo Rob,
bei dir steht im Signet, dass du "alleinerziehender Papa" bist.
Erzieht die Mutter bei Euch nicht mit? Hat sie Umgang mit den Kindern?
Ich störe mich ein bisschen an dem Wort "alleinerziehend"....ich habe es nie gerne gehört: Ich hatte zwar kein "Sorgerecht", dies hatte die KM alleine...aber mit "erzogen" habe ich doch auf jeden Fall.

Hier sind auch Mütter beteiligt, die vor der gleichen Situation stehen.

Bei pappa.vom habe ich als "Losung" gelesen: Alle Kinder beiden Eltern!

Wie siehst du das?

Gruß

Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: eher ein rueckschritt
BeitragVerfasst: Mo Aug 22, 2005 13:35:24 
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Beiträge: 271
Wohnort: Im wunderschönen Rheinhessen
Andreas hat geschrieben:
... Ich störe mich ein bisschen an dem Wort "alleinerziehend"....


Hallo Andreas,
In meinen Augen ist man dann "alleinerziehend", wenn kein anderer Elternteil da ist, der sich genauso ums Kind kümmert. Meine Mutter war ganztägig zu Hause, aber meine Vater kam ja nach der Arbeit und dann haben sie alles Wichtige besprochen und alle Entscheidungen gemeinsam gefällt und getragen. Wenn man nicht zusammenlebt ist das anders.
Mein Sohn lebt bei mir und zu fast 80% der Zeit bin auch ich alleine verantwortlich, da sie ganz einfach nicht da ist. Für alles Schulische sowieso, denn sie hatte damit schon zu Kindergartenzeiten nicht viel am Hut.
Klar hat er einen sehr guten Kontakt zu seiner Mutter, was ich auch immer aktiv gefördert habe, ihn zB fast immer hingefahren und wieder abgeholt, denn sie hat weder Auto noch Führerschein, ihr Lebensgefährte hat nie Zeit. Natürlich erzieht sie auch mit. So wie auch seine Lehrer, sein Sporttrainer und viele andere auch. Aber das ist immer nur ein kleiner Teil...

_________________
Gruß, Rob

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 Betreff des Beitrags: Re: eher ein rueckschritt
BeitragVerfasst: Mo Aug 22, 2005 21:53:59 
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Registriert: So Jan 12, 2003 18:37:10
Beiträge: 2918
Rob hat geschrieben:
Andreas hat geschrieben:
... Ich störe mich ein bisschen an dem Wort "alleinerziehend"....

In meinen Augen ist man dann "alleinerziehend", wenn kein anderer Elternteil da ist, der sich genauso ums Kind kümmert.
...
Mein Sohn lebt bei mir und zu fast 80% der Zeit bin auch ich alleine verantwortlich, da sie ganz einfach nicht da ist. Für alles Schulische sowieso, denn sie hatte damit schon zu Kindergartenzeiten nicht viel am Hut.
Klar hat er einen sehr guten Kontakt zu seiner Mutter, was ich auch immer aktiv gefördert habe, ihn zB fast immer hingefahren und wieder abgeholt, denn sie hat weder Auto noch Führerschein, ihr Lebensgefährte hat nie Zeit. Natürlich erzieht sie auch mit. So wie auch seine Lehrer, sein Sporttrainer und viele andere auch. Aber das ist immer nur ein kleiner Teil...


Hallo Rob,
danke für deine Antwort.
Ich verstehe zwar deinen Stolz, dass du zu den Vätern gehörst, denen "der Lebensmittelpunkt" des Kindes zugesprochen wurde und ich finde es auch klasse, dass du den Umgang des Kindes mit der Mutter aktiv unterstützt.
Andererseits ist das Wort "Alleinerziehende" ein Kampfbegriff, der hauptsächlich zur Ausgrenzung von Vätern (aber auch von Müttern) dient und diese gleichzeitig mit der Heldenaureole der Tapferen und Hilfsbedürftigen umgibt.
(Es macht sicher ein wenig Spass, an dieser "Auszeichnung" zu partizipieren.)
Die "Alleinerziehende" wurde zu einer Ikone unserer Zeit.
Sie ist quasi die Entführerin der Kinder aus der "rückständigen Familie" heraus und hinein in die "gesellschaftlich betreute" Zukunft.

In deinem Fall bist du ja noch nichtmal in eigentlichen Sinne des Wortes "allein" und willst es ja auch nicht sein.
Da du sehr partnerschaftlich lebst und, wie wohl Männer eher als Frauen, zu den Grosszügigen gehörst, möchte ich es nur als Anregung verstanden wissen, vielleicht doch nocheinmal über dieses Attribut nachzudenken...und ihr quasi die "Miterziehung" zu "schenken".
Aber fühl dich nicht bedrängt, ist ja nur so eine Idee von mir und auch im Moment nicht so wahnsinnig wichtig ;-)

Gruß

Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: eher ein rueckschritt
BeitragVerfasst: Mo Aug 22, 2005 22:58:15 
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Registriert: Do Apr 17, 2003 12:40:44
Beiträge: 271
Wohnort: Im wunderschönen Rheinhessen
Andreas hat geschrieben:
... Andererseits ist das Wort "Alleinerziehende" ein Kampfbegriff, der hauptsächlich zur Ausgrenzung von Vätern (aber auch von Müttern) dient ...


Hi Andreas, das ist deine persönliche Empfindung. Für mich ist es nur ein Begriff, der zeigt das man weitestgehend alleine für das Wohl eines Kindes verantwortlich ist. Eben ohne einen Partner auf den man sich verlassen kann*. Sonst nichts. Kein Kampf, keine Ausgrenzung.

Verlassen kann: Genau das kann ich wie viele andere Alleinerziehende eben nicht. Auch meine Ex hat ihren Sohn zum Umgang schon mit viele Szunden verspätung abgeholt (als der Lebensgefährte ausnahmsweise mal gefahren ist) und auch schon urplötzlich 4 Wochen Urlaub mit ihren LG gemacht und den Umgang mal ganz einfach 2 mal ausgesetzt. Das macht vielleicht nichts wenn man die Zeit nur mal für sich braucht. Wenn man an diesen Wochendenden aber arbeiten muss, dann hat man ein Problem an die Backe...

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Gruß, Rob

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