Rob hat geschrieben:
Andreas hat geschrieben:
... Ich störe mich ein bisschen an dem Wort "alleinerziehend"....
In meinen Augen ist man dann "alleinerziehend", wenn kein anderer Elternteil da ist, der sich genauso ums Kind kümmert.
...
Mein Sohn lebt bei mir und zu fast 80% der Zeit bin auch ich alleine verantwortlich, da sie ganz einfach nicht da ist. Für alles Schulische sowieso, denn sie hatte damit schon zu Kindergartenzeiten nicht viel am Hut.
Klar hat er einen sehr guten Kontakt zu seiner Mutter, was ich auch immer aktiv gefördert habe, ihn zB fast immer hingefahren und wieder abgeholt, denn sie hat weder Auto noch Führerschein, ihr Lebensgefährte hat nie Zeit. Natürlich erzieht sie auch mit. So wie auch seine Lehrer, sein Sporttrainer und viele andere auch. Aber das ist immer nur ein kleiner Teil...
Hallo Rob,
danke für deine Antwort.
Ich verstehe zwar deinen Stolz, dass du zu den Vätern gehörst, denen "der Lebensmittelpunkt" des Kindes zugesprochen wurde und ich finde es auch klasse, dass du den Umgang des Kindes mit der Mutter aktiv unterstützt.
Andererseits ist das Wort "Alleinerziehende" ein Kampfbegriff, der hauptsächlich zur Ausgrenzung von Vätern (aber auch von Müttern) dient und diese gleichzeitig mit der Heldenaureole der Tapferen und Hilfsbedürftigen umgibt.
(Es macht sicher ein wenig Spass, an dieser "Auszeichnung" zu partizipieren.)
Die "Alleinerziehende" wurde zu einer Ikone unserer Zeit.
Sie ist quasi die Entführerin der Kinder aus der "rückständigen Familie" heraus und hinein in die "gesellschaftlich betreute" Zukunft.
In deinem Fall bist du ja noch nichtmal in eigentlichen Sinne des Wortes "allein" und willst es ja auch nicht sein.
Da du sehr partnerschaftlich lebst und, wie wohl Männer eher als Frauen, zu den Grosszügigen gehörst, möchte ich es nur als Anregung verstanden wissen, vielleicht doch nocheinmal über dieses Attribut nachzudenken...und ihr quasi die "Miterziehung" zu "schenken".
Aber fühl dich nicht bedrängt, ist ja nur so eine Idee von mir und auch im Moment nicht so wahnsinnig wichtig
Gruß
Andreas